Schlachthausstraße 22, Geislingen an der Steige, 73312
Inzwischen wurden mehr als 4.000 Infektionen bestätigt, die Fallzahlen steigen weiter; die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen, und die Gefahr einer weiteren regionalen und internationalen Ausbreitung besteht.
Die Sterblichkeit ist hoch, kann jedoch durch frühen Zugang zu ‘Essential Emergency and Critical Care’ und optimierter unterstützender Behandlung deutlich reduziert werden. Bewaffnete Konflikte, Vertreibung und eingeschränkter Zugang zu betroffenen Regionen erschweren gleichzeitig Surveillance, Versorgung und Epidemiekontrolle.
Die Erfahrungen unterstreichen die Bedeutung resilienter Gesundheitssysteme, starker Surveillance, nationaler und regionaler Vorbereitung sowie multidisziplinärer und organisationsübergreifender Zusammenarbeit. Organisationen der Vereinten Nationen wie WHO/WHO-AFRO, WFP spielen dabei eine wichtige Rolle bei Vorbereitung, Koordination und logistischer Unterstützung.
Internationale Solidarität darf jedoch nicht mit dem Ende eines Ausbruchs enden. Nachhaltige Unterstützung und der Zugang zu essentiellen Gesundheitsdiensten – insbesondere für Kinder, Mütter und Neugeborene – sind grundlegende Voraussetzungen für Gesundheit und Entwicklung und stehen im Zentrum der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs). Gerade während Gesundheitskrisen müssen diese regulären Versorgungsangebote erhalten und gestärkt werden.
Im Mittelpunkt stehen die Menschen: qualitativ gute und empathische Patientenversorgung, Vertrauen, respektvolle Kommunikation mit den betroffenen Gemeinschaften. Zugang zu essenzieller Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht.
Dr. Hans-Jörg Lang, gebürtig aus Kuchen, ist Kinderarzt und pädiatrischer Intensivmediziner mit langjähriger Erfahrung in der internationalen Gesundheitszusammenarbeit und humanitären Medizin, insbesondere in Subsahara-Afrika. Am Heidelberg Institute of Global Health leitet er eine Arbeitsgruppe Global Child Health und berät die internationale Hilfsorganisation ALIMA (Dakar/Sénégal) im Bereich Pädiatrie und ‘essential critical care’.
Seit 2019 war er an mehreren Ebola- und Marburgvirus-Einsätzen in Afrika beteiligt und wirkte in technischen Arbeitsgruppen, Trainings und Simulationsübungen der WHO zur Vorbereitung auf Filovirus-Epidemien mit. Während der aktuellen Bundibugyo-Ebolavirus-Epidemie arbeitete er acht Wochen als Kinderarzt für ALIMA in mehreren Behandlungszentren in der Provinz Ituri im Osten der Demokratischen Republik Kongo.
Eintritt frei – um Spenden wird gebeten.